Zwei Schulen, zwei Stile: die klassische Walliser Tradition und die kreative Üsserschwiizer-Variante. Dazu Gewürze und die passende Getränke-Übersicht.
Beide Stile haben ihre Daseinsberechtigung. Hier stehen sie nebeneinander.
Klassisch & authentisch
Im Wallis ist Raclette ein Kulturgut. Schlicht, klassisch und ohne Schnickschnack. Der Fokus liegt ganz auf dem geschmolzenen Käse, alles andere ist nur Begleitung, nicht Konkurrenz.
Mehr braucht es nicht. Kein Fleisch, keine Saucen, keine Experimente. Die Walliser Raclette-Kultur lebt von der Einfachheit und der Qualität des Käses.
Alles, was Spass macht
Sobald man das Wallis verlässt, wird Raclette zur kreativen Spielwiese. Die Walliser Klassiker (Gschwellti, Cornichons, Silberzwiebeln) bleiben natürlich Teil der Tafel, dazu kommt aber alles, was Freude macht. In der Deutschschweiz wird Raclette längst zum geselligen Pfännchen-Plausch, bei dem jeder seine eigenen Lieblingskombinationen baut:
Diese Variante ist weniger klassisch, dafür gesellig und verspielt. Perfekt für lange Abende, an denen jeder sein eigenes Lieblingspfännchen erfindet.
💡 Tipp: Eine selbstgemachte Gewürzmischung im Glas ist auch ein schönes Mitbringsel, etwa als Geschenk zum nächsten Raclette-Abend bei Freunden.
Zum Raclette passen Getränke, die den intensiven, fettigen Käse ausgleichen, die Verdauung unterstützen und nicht zu dominant im Geschmack sind. Klassischerweise werden säurehaltige Weissweine, Tee oder Wasser bevorzugt.
Weisswein ist der Klassiker: Fendant, Johannisberg oder Heida aus dem Wallis. Leichter Rotwein wie Pinot Noir oder Gamay ist die mutige Alternative. Schwere, gerbstoffreiche Rotweine vermeiden.
Schwarzer Tee ist der Klassiker der Profis: hilft bei der Verdauung, schmeckt nicht zu intensiv. Auch grüner Tee oder ungesüsster Kräutertee funktionieren gut.
Stilles Wasser oder Mineralwasser ohne viel Kohlensäure neutralisiert den Gaumen zwischen den Pfännchen. Wichtig: nicht zu kalt servieren.
Wer's lieber mit Bier mag: leichteres Pils oder helles Lagerbier passt durchaus. Vermeiden sollte man hopfenbetonte IPAs, die mit dem Käse konkurrieren.
Apfelsaft oder Apfelschorle sind eine alkoholfreie Alternative: die Säure des Apfels harmoniert mit dem Käse, ähnlich wie beim Weisswein.
Nach dem Essen helfen Schweizer Obstbrände wie Kirsch, Williamine oder Pflümli bei der Verdauung. Eine alte Walliser Tradition.
⚠️ Was man vermeiden sollte: Sehr kalte Getränke lassen das Fett des Käses im Magen schneller fest werden, was unangenehm sein kann. Schwere, gerbstoffreiche Rotweine (klassischer Bordeaux, massiver Cabernet) ergeben mit dem salzigen Käse einen metallischen Nachgeschmack.
Vier traditionsreiche Schweizer Hersteller für die perfekte Raclette-Tafel: von Cornichons über Walliser Trockenfleisch bis zum Bio-Gewürz und Alpenkräutertee.
Die einzige Schweizer Konservenfabrik für Gewürzgurken, seit 1909 in Aigle VD. Mit der Marke "Hugo" arbeiten sie mit über 40 Schweizer Landwirten zusammen. Cornichons aus 100% Schweizer Anbau.
Bei Hugo ReitzelDas original Walliser Trockenfleisch IGP von der Metzgerei Nessier: nach traditioneller Walliser Art an der Höhenluft luftgetrocknet. Die perfekte Ergänzung zum Walliser Raclette.
Bei Metzgerei NessierDie Bio-Gewürzmischung von Swiss Alpine Herbs verfeinert das geschmolzene Käse-Erlebnis. Eine harmonische Komposition aus Schweizer Bio-Kräutern und Gewürzen, perfekt für Raclette und Gratin.
Bei Swiss Alpine HerbsDer traditionelle Begleiter zum Raclette: Bio Alpenkräutertee von Swiss Alpine Herbs unterstützt die Verdauung des fettigen Käses. Eine bekömmliche Alternative zum Schwarztee.
Bei Swiss Alpine Herbs🍷 Mehr zum Wein zum Raclette findest du im grossen Wein-Guide: mit detaillierten Empfehlungen, Pairing-Tabelle und Profi-Tipps.